Reisen

Warum ich England so liebe

Guten Abend,

wie ihr auf Instagram verfolgen konntet, hat es mich beruflich für ein paar Tage nach England verschlagen. In England verfalle ich immer in so einen verzückten Rausch. Irgendwo zwischen Harry Potter und Inspector Barnaby liegt da wohl die Wahrheit. Verschroben, urig, romantisch und geschichtsträchtig, das ist England. Ich liebe Teatime mit Scones in kleinen Pubs am Kaminfeuer, selbst wenn es draußen mal nicht regnet.

Allerdings liebe ich den englischen Regen auch. Egal ob in Wellies, Barbourjacke und mit Hut durch die Landschaft oder im Trenchcoat mit Regenschirm auf den Straßen Londons. London ist meines Erachtens nach die einzige Stadt auf der Welt, die auch im Regen schön ist. Dieser Tage hat es mich zum ersten Mal nach Bath verschlagen und ich bin wie neu verliebt. Ich wusste bisher nicht wie wunderhübsch diese Stadt ist mit ihren hell Steinfassaden ist. Alles ist so clean und aufgeräumt und trotzdem gregorianisch kitschig. Love it! Natürlich musste ich mir auch schnell noch das Römische Bad anschauen. Obwohl die Sonne schien, konnte ich mir doch schon gut vorstellen, wie schön es gewesen sein muss, im Winter in die warmen Thermen zu springen. Ist das nicht absolut faszinierend, wie lange solche Orte schon bewohnt sind und dass man das alles noch auf einander und nebeneinander entdecken kann? Korrigiert mich, wenn ihr das anders seht, aber das gibt es auch nur in England oder Italien. Gut als die Römer in England Bäder bauten, gab es in Deutschland noch keine großen Steinbauten, daher ist hier aus dieser Zeit auch nichts zu finden. Schade irgendwie.

 

Bath war nur ein Tagestripp, die restliche Zeit habe ich auf dem Land verbracht. So zwischen weidenden Schafen und hübschen Baumalleen in einem alten Manor. Sehr stilvoll von der Familie renoviert und mietbar als Location für private Feste. Was soll man auch sonst mit den ganzen Schlafzimmern machen? Gerade so wie in Downton Abbey waren auch noch die alten Klingelzüge vorhanden, mit denen man die Bediensteten gerufen hat. Da das Haus deutlich kleiner als Downton Abbey / Highclere Castle ist, gab es aber kein „oben und „unten“, sondern zwei Treppenhäuser, die große Haupttreppe für die Herrschaften und eine Seitentreppe mit auf jedem Stockwerk liegenden Schlafräumen und sogar Bädern für die Bediensteten. Die großen Türen, die die beiden Bereiche ursprünglich voneinander trennten, waren natürlich raus genommen. Trotzdem war gut zu erkennen, wie das „System“ früher funktioniert haben muss. Sehr faszinieren.

 

Immer, wenn es meine Zeit zuließ habe ich entweder einen Spaziergang durch den Park gemacht, oder habe mir die nahe gelegenen Ausläufer der Cotswolds angeschaut. Da komm ich ja immer ins romantisieren. Wer liebt nicht den Film “ The Holiday“ mit Kate Winslet, Jude Law, Cameron Diaz und Jack Black???? Ich könnte ihn ständig gucken, weiß aber manchmal nicht, ob ich lieber in dem kleinen Cottage oder dem tollen, großzügigen Haus in LA leben möchte. Vielleicht das große Haus irgendwo in England gelegen? Das ist auch mein ganz persönliches Dilemma. Ich mag es schön dekoriert und mit vielen hübschen Details versehen, manchmal bekomm ich aber auch einen großen Rappel und will 3/4 meines Zeugs einfach nur weg werfen, weil ich finde, dass ich zu viel rumstehen habe. Da ich zur Zeit sowieso noch miete und noch nicht mein Traumhaus gefunden habe, wird sich die finale Festlegung noch etwas hinziehen. Ach, aber darüber wollte ich gar nicht berichten.

Natürlich haben mich die Ereignisse der vergangenen Tage sehr traurig gemacht. Ich liebe London und es macht mich sehr betroffen, dass diese Stadt wieder einmal Ziel eines terroristischen Anschlags geworden ist. Aber so ist das vermutlich heutzutage. Es kann überall passieren. Man darf sich trotzdem nicht einschränken lassen. Man kann ja nicht immer nur zuhause sitzen, man DARF nicht!

Welcher Typ seid ihr denn? Englisches Cottage oder Villa in L.A.?

 

Comments (1)

  • Liebe Alexandra,
    Vielen Dank für Ihre schöne Zusammenfassung der englischen Landstimmung. Und da Sie schon fragen: Ich ziehe das englische Cottage vor! Das Georgianische Landhaus wäre meine andere Option, aber das scheitert momentan an … an vielen Dingen, nun ja.
    Ihr Blog gefällt mir sehr, er wird direkt gespeichert!

    Herzlichst,
    Kate.

    PS. Wenn Sie möchten, schauen Sie doch auch mal auf meinem kleinen Blog vorbei, ein „bisschen“ England habe ich auch dabei. misskatesblog.wordpress.com

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