Hochzeit

Drei Tipps für die perfekte Hochzeitslocation

Es ist Juni 2017, in einem Jahr möchten mein Mann und ich unsere weiße Hochzeit nachholen. Bereits 2015 haben wir standesamtlich geheiratet, aber für die kirchliche Hochzeit hatten wir noch keine Muse. Essentiell für diese Feier ist die Hochzeitslocation. Die perfekte Hochzeitslocation für uns zu finden war mehr als schwer. Was wir auf der Suche beachtet haben und welche Punkte meiner Meinung nach wichtig sind, erkläre ich euch heute.

Was ich am Anfang für unmöglich gehalten habe und was ich jedem Hochzeitspaar von Anfang an klar machen möchte, ihr braucht wirklich mindestens ein Jahr Vorlaufzeit! Nicht weil die Planung an sich so aufwändig sein muss, sondern weil der Markt um Hochzeitslocations so umkämpft ist. Als wir uns im Dezember letzten Jahres, also 2016, umsahen und einige Vororttermine bei schönen Örtlichkeiten ausmachten, sagten uns alle Veranstalter, wir sollen uns bald entscheiden. Wohlgemerkt für einen Termin 2018!

Da wir keinen direkten Wunschtermin hatten, haben wir uns dann doch noch ein wenig Zeit gelassen mit der Entscheidung. Ende April dann habe ich bei unserer Wunsch- Hochzeitslocation angefragt, welche Termine sie uns von Juni bis August 2018 überhaupt noch anbieten konnten. Tatsächlich waren alle Wochenenden komplett ausgebucht und nur noch ein einziger freier Freitag vorhanden. Da wir eine Menge Gäste aus Übersee erwarten, kam für uns eine Samstagshochzeit eh nicht in Frage. Die meisten Gäste müssen sonst Sonntags wieder zurückfliegen, was zur Konsequenz hat, sie feiern nicht ordentlich am Abend davor, oder sie fliegen mit einem Kater zurück. Beides klang für uns unattraktiv. Wir überlegten also zwischen den Restdonnerstagen und dem freien Freitag hin und her und entschieden uns dann für den Freitag, nicht wissend, ob die Kirche da auch mitspielt. Die Devise aber heißt: Hochzeitslocation first!

Danach kommt die Frage, wen laden wir überhaupt ein? Man sollte sich vorher unbedingt eine Liste machen, wen man alles bei seiner Hochzeit dabei haben will. Und schämt euch nicht, eine first class und eine second class Liste zu erstellen, die Gäste wissen davon ja nichts. Damit kann man sehr gut ausloten, wie viele Gäste maximal zu erwarten sind und wie viele zum wichtigen Kern gehören.

Ich war ziemlich erschrocken, muss ich gestehen. Wir hatten uns vorgenommen so eine kleine gemütliche Hochzeit mit nicht mehr als 80 Gästen zu feiern. Tja, was soll ich sagen, wir kamen dann bei 98 raus und wenn man  (oh Schreck) alle Kinder mitzählt sind wir locker bei 120. Ja, das darf man nicht unterschätzen, ab einem gewissen Alter gibt es auch noch Kinder, die man wenigstens einkalkulieren muss. Wir wollten auf keinen Fall so ein Spießerpaar sein, das sagt, bitte lasst doch eure Kids zuhause. Viele Mamas und Papas machen das schon von alleine, denn sie freuen sich mal auf eine Wochenende Party ohne Kinder, aber nicht alle haben einen verlässlichen Babysitter parat und manche Kinder sind einfach auch noch zu klein. Das sollte man in seine Planungen immer mit einbeziehen. Denn Eltern können sich einfach nur dann entspannen und wirklich mitfeiern, wenn man garantieren kann, dass die Kinder gut unter sind. Das gehört für mich als gute Gastgeberin einfach dazu.

3 Tipps für die perfekte Hochzeitslocation

Für uns gab es 3 relevante Faktoren nach denen wir die Hochzeitslocation abgesucht habe. Natürlich sind die für jeden individuell, aber ich glaube, diese drei Punkte haben schon eine gewisse Allgemeingültigkeit:

1. Distanzen

Zwischen dem Ort der Hochzeit, sei es in einer Kirche oder auf einem Strand oder auf einer Wiese oder einfach nur im Standesamt und dem Ort der Hochzeitsfeier, sollte nicht mehr als eine Stunde Fahrzeit liegen, außer die Gäste müssen nicht selbst fahren und ihr habe einen Bus organisiert, in dem für Spaß und Verpflegung gesorgt ist. Die schönste Variante ist natürlich, wenn alles ganz nah beieinander liegt, aber das findet sich so selten wie ein Sechser im Lotto, würde ich meinen.

 

2. Übernachtungsmöglichkeiten

Für uns war es essentiell, dass ganz nah um die Hochzeitslocation auch ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten existieren. Denn nichts ist schlimmer, als wenn die Gäste nachts noch irgendwie heim oder zum Hotel gebracht werden müssen. Erstens ist es dann auch wieder ein Stressfaktor, den ihr als Brautpaar organisieren müsst und es hält viele Gäste ausgelassen zu feiern. Wir haben Gott sei Dank eine Hochzeitslocation gefunden, bei der zwischen Feier und dem eigenen Bett maximal 50 Meter Entfernung liegen, weil die Location ein integriertes Hotel hat. Perfekt!

 

3. Verpflegung

Vielleicht liegt es daran, dass wir wirklich gerne gut essen, aber die Verpflegung war uns super wichtig. Obwohl es ja meistens so ist, dass man sich an das Essen während einer Hochzeit kaum erinnert, außer es war echt schlecht, so ein Fauxpas bleibt im Kopf. Essen ist natürlich auch immer ein Kostenfaktor, daher sollte, meiner Meinung nach, immer möglich sein, zwischen verschiedenen Preisklassen auszuwählen und das Essen sollte auch vor Ort gekocht werden, nicht durch einen Caterer fertig angeliefert und dann aufgewärmt werden.

 

Das sind unsere drei wichtigsten Tipps für eine gute Hochzeitslocation, natürlich gibt es immer noch weitere Faktoren, die in eine Planung mit einbezogen werden können, zum Beispiel:

-> Exklusivität : Seid ihr das einzige Hochzeitspaar in der Location oder müsst ihr euch die Örtlichkeit teilen?

-> Indoor-/ Outdoor Lösung. Kann man bei schönem Wetter auch an die frische Luft oder muss man unbedingt drinnen bleiben?

-> Sperrstunde. Ja sollte man nicht glauben, aber es gibt auch Hochzeitslocations mit Sperrstunde. Wenn euch das selbst ganz angenehm ist, weil man so kontrollieren kann, dass am nächsten Morgen nicht die Hälfte der Gäste komplett fertig ist, dann solltet ihr danach suchen. Für uns war es wichtig, dass jeder so lange feiern kann, wie er möchte.

-> Getränkepauschale : Das muss natürlich auch jeder wissen, wie er es gerne hätte. Das kommt auch auf die Gäste an und wie man diese einschätzt. Eine Getränkepauschale kann Sinn machen, wenn man durstige Gäste erwartet und die Party keine Sperrstunde hat.

-> Ausstattung der Location: Kein Faktor, der großen Einfluss hat, aber wenn man kein zu großes Budget hat, sollte man schauen, dass die Location schon ein bisschen Deko zur Verfügung stellt und man nicht alles selbst organisieren muss. Was will man denn danach mit den 35 Blumenvasen? Spruchbändern? Kerzen? Servietten?

 

So und nun fragt ihr euch sicher, um Himmels Willen, was für eine krasse Location hat die denn für ihre Hochzeit ausgesucht? So krass ist die gar nicht, nur einfach schön und super organisiert! Wir werden auf dem Hohen Darsberg nahe Heidelberg feiern.

 

Mich würde ja interessieren, nach welchen Kriterien ihr eure Hochzeitslocation ausgesucht habt. Lass mal hören!

Alles Liebe,

Friederike

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