Hochzeit

Die eine Frage und die Nacht danach

If you happy and you know it, dance it out… Das Motto meines Mannes und mir

Ihr Lieben, ich habe diesen Sommer geheiratet und würde die letzten 1,5 Jahre Planung, kreative Bastelaktionen und Gedanken für diesen besonderen Tag gerne festhalten und meine Erfahrungen weitergeben. Ich weiß, es gibt im Internet haufenweise Blogs und YouTube Videos zu diesem Thema, aber ich glaube, alle haben ihre Berechtigung.  Ich habe selbst in der Planungsphase viele verschiedene solcher Seiten genutzt, um mich zu informieren und mich inspirieren zu lassen. Und jede Bloggerin konnte mir einen anderen Input geben, also hoffe ich auch, dass ich euch für den einen oder anderen Punkt nochmal einen anderen Blickwinkel geben kann und als Inspiration diene.

 

Zu den Eckdaten unserer Feier:

 

Zeitpunkt der Verlobung: 15.01.2017

Tage für die Planung: 540 Tage oder 77 Wochen und 1 Tag

Tag der Hochzeit: 08.07.2017

Anzahl der Gäste: 120 (100 Erwachsene)

 

Kapitel 1: Die eine Frage und die Nacht danach

Am 15. Januar 2016 war der Tag da. Der Tag, von dem ich als kleines Mädchen und später dann auch als junge Erwachsene mit dem richtigen Partner an meiner Seite so viel geträumt habe.

Ich hatte für diesen besagten Freitag nichts Besonderes geplant, habe den Vormittag mit Haushalt verbracht und war am Nachmittag mit einer Freundin zum Kaffee trinken verabredet.

Als ich um 14 Uhr ins Café kam und mich meine Freundin so strahlend und überfreudig begrüßte, schob ich das auf die lange Zeit, die wir uns nicht gesehen haben. Ich konnte natürlich nicht ahnen, dass sie zusammen mit vielen anderen Freunden in den großen Plan meines Freundes eingebunden war. Es vergingen keine 15 Minuten da kam mein Liebster zu uns an den Tisch und fragte, ob ich nicht Zeit für einen Kaffee hätte. Diese Frage hatte er mir vor 3,5 Jahren bei unserem ersten Augenkontakt in diesem Café auch gestellt. Nur anders als damals dachte ich mir diesmal nichts weiter und lud ihn freundlich zu unserer Kaffeerunde ein.

Meine Freundin erhielt dann relativ plötzlich eine Nachricht und musste das Kaffee trinken leider abbrechen. Da ich für abends eigentlich einen spontanen Einkaufstrip zu IKEA geplant hatte, war ich gar nicht so traurig und wollte sodann selbst bald aufbrechen. Doch mein Freund bestand noch auf einen Spaziergang auf dem Uni Gelände, da wir so etwas viel zu selten machten. Es war Januar, knapp 0 Grad und diesig – ihr könnt euch meine Begeisterung vorstellen.

Während des Spaziergangs über den Campus trafen wir allerdings alle meine Freundinnen aus dem Studium und viele seiner Freunde. Als wir uns 2012 auf dem Campus kennenlernten waren all diese lieben Menschen ebenfalls am Studieren und waren am Tag des ersten Treffens bei einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa an unserer Kennenlerngeschichte beteiligt. Der Groschen war für mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht gefallen, weshalb ich das Ganze als sehr komisch aber natürlich unglaublich schön empfand. Wir waren dann alle noch weiteres Mal gemeinsam Kaffee trinken in der Mensa und irgendwann drängte mein Freund mich zum Aufbrechen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich gar kein Interesse mehr an IKEA, sondern wollte den Tag mit unseren Freunden ausklingen lassen.

Nachdem er mich mit aller Überzeugungskraft von unseren Freunden wegreißen konnte, liefen wir dann wieder über den Campus und ich entdeckte auf einer Parkbank neben dem Teich einen jungen Mann mit Cello. Da ich in diesem Moment immer noch nichts ahnte, war meine erste Aussage „Welcher Idiot packt denn bei diesen Temperaturen so ein schönes Instrument aus? Das kann dem doch nicht gusttun“

Mein Liebster nahm in diesem Moment meine Hand und es fiel mir wie Schuppen von den Augen: der Cellist ist wegen uns da.

Wir gingen noch ein Stück auf den Teich zu und in Richtung des Cellospielers. Auf der Parkbank, wo wir unseren ersten gemeinsamen Kaffee hatten, lag eine rote Decke, aber bis zu dieser schafften wir es gar nicht.

Der Moment auf den ich gewartet hatte, war gekommen und ich blieb stehen und weinte vor Freude.

Der Mann meines Lebens ging auf die Knie und stellte die eine Frage. Meine Antwort war zwar eindeutig, aber nur schwer verständlich aufgrund der vielen Freudentränen.

Nachdem wir uns um den Hals fielen, kamen alle unsere Freunde dazu und jubelten. Diesen Moment direkt mit ihnen feiern zu können, war mit das Schönste an diesem Tag. Den Abend ließen wir dann alle gemeinsam beim Italiener ausklingen und nach dem einen oder anderen Weinchen ging es dann doch relativ früh ins Bett. Im ersten Moment dachte ich auch, ich würde schlafen können, aber dann ging es los mit dem Gedankenkarusell. Wem ich alles Bescheid geben muss und was alles geplant werden kann. Über das Datum hatten wir uns vorher schon einmal unterhalten und waren uns einig, dass es unser 5 jähriges Jubiläum am 29. 07. 2017 werden sollte. Auch eine grobe Gästeliste hatten wir in unserem letzten gemeinsamen Urlaub schon mal erstellt. Aber alles andere: Location, Essen, Dekoration, Blumenschmuck, der Ablauf des Tages, Kleid, Ringe und alles drum herum war nun offen und wollte entschieden werden.

Kurz um in der Nacht habe ich Listen über Listen gemacht, das Internet durchforstet und Pläne für fast alles geschmiedet. Als mein Verlobter gegen 6 Uhr morgens aufwachte und mich im Wohnzimmer antraf, konnte ich ihm Konzeptidee für fast alle der oben genannten Punkte vorstellen. Unsere Location habe ich in dieser Nacht auch schon gefunden, aber wie die weitere Planung dafür weiterging, warum es 1,5 Jahre vorher bei der Entscheidung für den Ort der Feierlichkeiten doch schon hektisch wurde, erzähle ich in meinem nächsten Beitrag.

 

Falls ihr auch schon verlobt oder verheiratet seid, würde mich sehr interessieren, wie eure Anträge verliefen und ob ihr schon früher als ich etwas geahnt habt. Oder vielleicht habt ihr auch die Frage gestellt und wollt kurz erzählen wie die Planung dafür lief. In jedem Fall freue ich mich, wenn ihr einen Kommentar hier lasst. Wer übrigens auch gerade über ihren Antrag einen Blogbeitrag verfasst hat ist Antonia von www.myhideaway.blog  . Ganz anders, aber eben auch ein ganz besonderer Moment.

Alles Liebe

Charlotte

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